Herr Ziswiler, Die ÖGA 2026 ist die zweite Austragung unter Ihnen als Geschäftsführer. Wenn Sie kurz zurückblicken auf die letzte ÖGA 2024, welche Schlüsse ziehen Sie daraus?
Othmar Ziswiler: Ein Beispiel dafür ist, dass die ÖGA kaum aus der Ruhe zu bringen ist. So wurde uns nur vier Monate vor der ÖGA 2024 aufgrund einer Hochspannungsleitung mitgeteilt, dass unser grösster Sektor – die Baumaschinen – einen neuen Standort benötigt. Dies zu einem Zeitpunkt, als die Ausstellenden ihre Zuteilungen bereits erhalten hatten. Hinzu kamen äusserst ungünstige Wetterbedingungen während des Aufbaus. Trotz all dieser Herausforderungen konnten wir die Ausstellung am Eröffnungstag planmässig und in gewohnter Qualität eröffnen.
War die letzte ÖGA auch finanziell erfolgreich?
Trotz den erwähnten Herausforderungen konnten wir unseren Gesellschaftern ein zufriedenstellendes Resultat präsentieren. Gleichzeitig standen grössere Investitionen an. Neben dem Relaunch der Webseite mussten in Zusammenhang mit dem Neubau der Gewächshäuser der Gartenbauschule Oeschberg die Elektro- und Lautsprecherkabel sowie Wasserleitungen erneuert werden.
Bewährtes weiterführen, anderes weglassen und Neues einbauen: Was sind dies wichtigen Neuerungen an der bevorstehenden ÖGA 2026?
Durch die Verschiebung des Baumaschinensektors hat sich der Besucherstrom in gewissen Bereichen verändert. Darauf konnten wir nun reagieren und teilweise die Wegeführung angepasst. Neu legen wir auch einen Fokus auf die nachhaltige Grünflächenpflege. Mit unserer wunderbaren Parkanlage am Oeschberg haben wir ideale Voraussetzungen und den Besuchenden einige praxisnahe Lösungen zu demonstrieren.
Die Teilnahme an Messen, ganz generell, ist eher rückläufig. Wie sieht das bei der ÖGA aus?
Erfreulicherweise trifft das für die ÖGA nicht zu. Mit mehr als 400 Ausstellenden und etwas mehr verkaufter Fläche als 2024 sind wir wiederum sehr gut gebucht. Dies zeigt, dass es weiterhin ein Bedürfnis gibt sich an einem Ort zu treffen und auszutauschen. Sicherlich hilft uns dabei, dass unsere Strukturen flexibel sind und die involvierten Personen sehr nahe bei den Grünen Branchen sind.
Auf was können sich Ausstellende und Besuchende besonders freuen?
Auf so ganz vieles: Zuallermeist auf die Neuheiten, Innovationen und den Austausch mit den Ausstellenden. Hier sind einige spannende Entwicklungen angekündigt. Die ÖGA ist aber vorallem auch ein Treffpunkt der involvierten Branchen. In einem lockeren Rahmen können sich Kollegen, Freunde und Geschäftspartner treffen und sich austauschen. So entsteht alle zwei Jahre die einmalige ÖGA-Atmosphäre.
Die Digitalisierung macht bekanntlich vor keiner Branche Halt. Wie gehen Sie mit diesem Thema um?
Die Digitalisierung ist Teil des beruflichen Alltags geworden. Darin sehen wir eine Chance für die ÖGA: Die weitläufigen Ausstellungsflächen ermöglichen es, digitale Lösungen direkt im Einsatz zu zeigen und vergleichbar zu machen. So wird beispielsweise im Themenbereich «Nachhaltige Grünflächenpflege» ein digitales 3D-Modell vom Park des Oeschbergs vorgestellt. So können Pflegemassnahmen präziser geplant und durchgeführt werden.
